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| Verbandsarbeit - wohin die Trends uns tragen | | Drucken | |
| Geschrieben von: Helmer Pardun | ||||
| Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 11:23 Uhr | ||||
Seite 1 von 2
Dresden (Helmer Pardun/12.10.2011) - Wir sehen uns seit geraumer Zeit aus mehrfacher Perpsektive mit einer Reihe von übergreifenden Megatrends konfrontiert. Diese äußern sich schon jetzt in komplizierten und komplexen Veränderungen bis hin in die global wie regional orientierte Ernährungswirtschaft und einem sich wandelnden Ernährungsverhalten in der Bevölkerung. Da die meisten Verbände heute noch garnicht wissen, was da auf sie zukommt, sollten sie im eigenen Interesse frühzeitig, d. h. gestern und nicht nur gedanklich, mit der Begegnung darauf begonnen haben. Ursachen in externen, zum Teil globalen Prozessen - Die Ursachen dieser Trends finden sich zu großen Teilen in externen, zum Teil globalen Prozessen und sind daher in ihrer generellen Wirksamkeit durch das interne Handeln regionaler oder lokaler Akteure kaum beeinflussbar, erst recht nicht dauerhaft aufzufangen oder verlustfrei auszugleichen. Das macht Orientierung, Führung, Vorgaben in Form von Leitbildern notwendig. Für die Ernährungswirtschaft einschließlich des Lebensmittelhandwerks bedeutet dies, das sich hier seine größeren Organisationen (im Handwerk die Bundesverbände) und mittleren Institutionen (im Ernährungshandwerk die Landesverbände und Innungen) in die Ermittlung, Vermittlung, Berichterstattung und Bewältigung dieser Megatrends einschalten müssen, statt dies wie bisher einfach dem einzelnen Unternehmen nach zu überlassen. Das ist weder Zwang noch Bevormundung, sofern dahinter nicht die Androhung von Sanktion oder Stigmatiserung steht. Man denke immer daran, dass der Einzelne immer noch die eine Möglichkeit hat, konsequenzenbewußt oder nicht, für sich „Nein“ zu sagen. Aber er weiß dann wenigsten, wozu er „Nein“ sagen konnte. Beispielsweise müssen hier Verbände als Dienstleister, vergleichbar den Sachgutherstellern, Marktforschung betreiben, eine Wettbewerbsanalyse vornehmen, ihr „Produkt“ definieren, sich über Werbeziele, -botschaften, -mittel und -kanäle Gedanken machen, einen Vertrieb aufbauen und vieles andere mehr. Im Klartext für das Ernährungshandwerk: Verbände und Innungen müssen hier im Sinne ihrer Mitglieder Leitbild gebend, Richtung weisend und Handlungen anleitend tätig werden, statt deren Management und Marketing dem einzelnen Unternehmen aufzubürden. Kompetente Verbandsarbeit heute und morgen wird sich also unter Einsatz moderner Verbandsarbeit, Trenderhebungsmethoden und aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien wesentlich verändern werden. Das zeigt soeben wieder eine großangelegte Studie unter deutschen Verbänden mit dem Berichtstitel: "Verbandsarbeit heute und morgen unter dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien" im Verbände Report 3/2011 und 05/2011. Hier heißt es, moderne Kommunikation orientiere sich zunehmend am Modell eines zwischen allen Teilnehmern rückgekoppelten Informationsaustausches bis hin zu dem zwischen Verband, Medien und Mitgliedern im Sinne einer weitgehenden Vernetzung. Die Wirklichkeit sieht zurzeit noch anders aus. 87 % der befragten Verbände haben zwar mittlerweile ein Intranet und auch einen Newsletter. Diese benutzen sie jedoch vorwiegend zur Einwegkommunikation, Direktinformation und statischen Dokumentenverwaltung. Nach Ansicht der Autoren der Studie scheint hier ein sehr hohes Defizit von Verbänden entgegen selbst kleineren Firmen der mittelständischen Wirtschaft in effizienter, kompetenter und professionalisierter Mitglieder- und Medienarbeit zu liegen. |
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 17. Oktober 2011 um 06:25 Uhr |





Neue Megatrends machen auch für Verbände Orientierung, Führung, Vorgaben in Form von Leitbildern notwendig