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| Heinz-Werner Süss neuer Präsident des DFV | | Drucken | |
| Geschrieben von: Helmer Pardun |
| Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 19:03 Uhr |
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Seite 1 von 4 121. Deutscher Verbandstag in Radebeul: Neues Präsidium, neuer Gesamtvorstand, neue Beitragserhöhung - Fotos, Bericht und AusblickDresden/Radebeul (Helmer Pardun/12.10.2011) - Der Deutsche Fleischer-Verband hatte Mitglieder, Freunde und Partner für sein Jahrestreffen am 9. und 10. Oktober 2011 zur sonntäglichen Matinee in das Congress Center des Radisson Blu Park Hotels in Radebeul eingeladen und gleichzeitig die Delegierten der Landesverbände sowie Gäste für montags an gleicher Stätte zur Mitgliederversammlung des Fleischerhandwerks gebeten. Hier sind die wichtigsten Nachrichten des Treffens, allgemein und mit Schwerpunkt aus sächsischer Sicht. Es wurde ein neues Präsidium gewählt, ebenso ein neuer DFV-Gesamtvorstand und mit 200 Stimmen dafür und 20 Stimmen dagegen aus den ostdeutschen Verbänden, voran des Sächsischen Fleischer-Innungs-Verbandes, wurden die Mitgliedsbeiträge um 10 Euro pro Mitglied angehoben. Rund 150 Bilder vom Treffen haben wir in unsere Bilddatenbank eingestellt, dem => SFIV fotocutter.de. - 75 rein sächsische Impressionen gibt's in der Bildergalerie => hier. ![]() Das neugewählte DFV-Präsidium: Präsident Heinz-Werner Süss (Mitte) mit Vizepräsidenten Michael Durst (rechts) und Georg Schlagbauer (2.v.r.) sowie den Präsidiumsmitgliedern Klaus Gerlach (Berlin, 2.v.l.) und Eckhart Neun (Hessen, 3.v.l.), links DFV-Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs Unter dem Generalthema "Verlässlichkeit" fand der gesamte Verbandstag in freundlicher Atmosphäre, gediegener Umgebung und absolut ruhigem Fahrwasser statt. Unter "Verlässlichkeit" verstand man weitgehend jene Zuverlässigkeit, die das Handwerk der Bevölkerung durch seine solide Arbeit und der Wirtschaft durch die Zahl fester Arbeitsplätze böte, forderte in diesem Zusammenhang aber zugleich mehr Verlässlichkeit von der Politik, wenn es um das Abstecken langfristig richtiger Rahmenbedingungen für eine gewinnorientierte Ausübung der Tätigkeit ginge. Überhaupt war die Riege der Festtagsredner zur Matinee am Sonntag hochrangig besetzt. Dazu gehörten der scheidende DFV-Präsident Manfred Rycken, der Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft des Landes Sachsen Frank Kupfer, der Radebeuler 1. Bürgermeister Dr. Jörg Müller, der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Otto Kentzler, er hielt den Hauptvortrag des Vormittags. Aus sächsischer Sicht fleischerhandswerklich freundlich und verbindend war in jedem Falle, wie schon im Tagungsband zum 121. deutschen Fleischertreffen ausgedruckt, das Grußwort des sächsischen Staatsministers für Landwirtschaft, Frank Kupfer, der hier nicht zum erstenmal die durchaus innere Nähe von Landwirtschaft, Fleischer und Verbraucher ansprach, und welche Rolle ein modernes Fleischerhandwerk auch in seiner regionalen Bedeutung dabei spielt. An dieser Stelle sei jedem, der den gedruckten Tagungsband zum 121. Verbandstag in Radebeul in Händen hält oder seiner habhaft werden kann, dessen intensive Lektüre empfohlen. Nicht nur, dass er eine Anzahl von Beiträgen von oder über unsere Kollegen in Sachsen enthält, er ist auch soetwas wie ein "Weißbuch" für den Stand der Dinge im deutschen Fleischerhandwerk und über die Arbeit des deutschen Verbandes bis in die EU hinein. Unter Weißbuch im ursprünglichen Sinn versteht man eine Dokumentensammlung, um Orientierung über praktische und theoretische Fragen der jeweiligen Herausgebers zu geben, die meist auch zur Darlegung und der Rechtfertigung des eigenen politischen Handelns dient. Hier hat man eines in sehr kompakter Form für das deutsche Fleischerhandwerk. Lang war die Liste der Gäste und Ehrengäste an beiden Tagen im Kongresssaal. Begrüßt wurden der hessische Minister für Bundesangelegenheiten und Kollege Michael Boddenberg, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Zentrag ist und von dort kam ebenfalls Direktor Anton Wahl. Weiter Gäste waren Prof. Dr. Achim Stiebing von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, zugleich Vize-Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, Dr. Fredi Schwägele vom Max-Rubner-Institut, der früheren Bundesanstalt für Fleischforschung, in Kulmbach, der Präsident des Bundesverbands der beamteten Tierärzte Dr. Martin Hartmann,der Präsidenten der Landestierärztekammer Sachsen Dr. Hans-Georg Möckel, Dr. Sven Bienioschek von der Landesdirektion Dresden, der Präsident des Internationalen Metzgermeister-Verbands Jean-Marie Oswald aus Luxemburg, die beiden Vize- Präsidenten unserer internationalen Vereinigung Jacques Kraft aus Frankreich und Dr. Reinhard Kainz aus Österreich. Ebenfalls aus Österreich kamen der frühere Bundesinnungsmeister Kommerzialrat Franz Laus sowie der derzeitige Amtsträger Innungsmeister Rudolf Menzel und aus der Schweiz der Direktor des Schweizer Fleisch-Fachverbandes Dr. Ruedi Hadorn. Aus Thüringen kam die Thüringer Wurstkönigin Jana Wollenhaupt. Während der gesamten Dauer der beiden Radebeuler Tage gab es Reden, Rechenschaftsberichte, Regularien, Ehrungen und Auszeichnungen und jede Menge Darlegung der eigenen Leistungen. Hie und da war Neues zu hören, so zum Beispiel über die Beauftragung eines angesehenen Meinungsforschungsinstituts mit einer Umfrage, was die "schweigende Mehrheit der Mitglieder" über den Verband und seine Arbeit denke, weil man "wissen will, dass man auf dem richtigen Wege ist". Die Ergebnisse dieser Erhebung sind zum Februar 2012 in Aussicht gestellt. Sehr scharf will man in Zukunft gegen Marketingmaßnahmen der Discounter vorgehen, die immer unverfrorener die "Handwerksschiene" nutzten, um industriell hergestellte Ware unter dem Deckmantel handwerklich hergestellter Lebensmittel verbrauchertäuschend teurer zu vermarkten. Durch solche Plagiate wird unter anderem die Schädigung eines fairen Wettbewerbs befürchtet und das Verwässern der handwerklichen Alleinstellungen. Allerdings konnte bislang trotz aller Anstrengungen keine einvernehmliche Definition, dessen, was unter handwerklicher Herstellung zu verstehen wäre, in einschlägigen Gesetzeswerken verankert werden, auch nicht mit Hinsicht auf den Verbraucherschutz. Zehn Jahre "f"-Marke - Arbeitskreis am Nachmittag - In einem von Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs abgehaltenen Arbeitskreis am Sonntag Nachmittag wurde mit der gleichen coolen Begeisterung, wie die deutschen Metzger und Fleischer in ihrer Gesamtheit ihr Markenzeichen aufnehmen, die "f"-Marke zu ihrem zehnjährige Jubiläum als bewährt und allseitig verbindend gefeiert, aus dem Teilnehmerkreis zugleich aber als leider nicht allgemein genutzt und blass in der emotionalen Strahlkraft bemängelt. Ebenso wurde, auch nicht ganz unwidersprochen, die vollständig mitgliederfinanzierte, fernsehzentrierte Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes aus den eigenen Reihen als alternativlos richtig, unbedingt fortzusetzen und wirksam belobigt.Der überaus schwächliche Einsatz des Internet, überhaupt die ganzen Möglichkeiten einer durchschlagskräftigen Verbandspräsentation im World Wide Web kamen gar nicht erst zur Sprache. Die hier oft gehörte abweisende Argumentation, das sei nicht Aufgabe des deutschen Verbandes, kennt nur eine Antwort: dann muß man sie dazu machen.
Als eines der "Werkzeuge zur Abgrenzung" des Handwerks von der Industrie wurde bei gleicher Gelegenheit darauf hingewiesen, dass der Deutsche Fleischer-Verband sich, gestalterisch eng an die aufmerksamkeitsstarken rot-blauen Plakate angelehnt, mit einem eigenen Motiv an der Imagekampagne des Gesamthandwerks beteilig. In Sachsen gut ersichtlich hängt allerdings hier das SFIV-Gütesiegel an der Wand, wohingegen hinter der Theke gut ausgebildetes Fachpersonal steht. Wirklich herzlich über all die Tage hinweg war die Stimmung unter allen Verbandstagsteilnehmer. Das Treffen hatte - in der Grundschwingung einer verschiedentlich angesprochenen "Fleischerfamilie" - seine belebenden Wurzeln. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 10:48 Uhr |





121. Deutscher Verbandstag in Radebeul: Neues Präsidium, neuer Gesamtvorstand, neue Beitragserhöhung - Fotos, Bericht und Ausblick
Zehn Jahre "f"-Marke - Arbeitskreis am Nachmittag - In einem von Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs abgehaltenen Arbeitskreis am Sonntag Nachmittag wurde mit der gleichen coolen Begeisterung, wie die deutschen Metzger und Fleischer in ihrer Gesamtheit ihr Markenzeichen aufnehmen, die "f"-Marke zu ihrem zehnjährige Jubiläum als bewährt und allseitig verbindend gefeiert, aus dem Teilnehmerkreis zugleich aber als leider nicht allgemein genutzt und blass in der emotionalen Strahlkraft bemängelt. Ebenso wurde, auch nicht ganz unwidersprochen, die vollständig mitgliederfinanzierte, fernsehzentrierte Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes aus den eigenen Reihen als alternativlos richtig, unbedingt fortzusetzen und wirksam belobigt.