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Fleischer 2010 - 26.013 Verkaufsstellen und 148.750 Beschäftigte PDF  | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Freitag, den 14. Oktober 2011 um 07:41 Uhr
Fleischerhandwerk mit 26.013 Verkaufsstellen vor Ort - 15.981 Milliarden Euro Umsatz - 148.750 Beschäftigte

Frankkfrt am Main (Redaktion/10.10.2011) - Das deutsche Fleischerhandwerk war Ende des Jahres 2010 mit 26.013 stationären Verkaufsstellen am Markt präsent.


Diese Zahl setzt sich zusammen aus 15.496 eigenständigen Meisterbetrieben und 10.517 weiteren Verkaufsstellen, die neben den Stammgeschäften als Filialen betrieben werden.
Bei der Anzahl der Filialen ist nur ein kleiner Teil der zusätzlichen Verkaufsstellen erfasst, die regelmäßig auf Wochenmärkten vertreten oder im Fahrverkauf im Tourendienst tätig sind. Die Anzahl mobiler Verkaufsstellen im Fleischerhandwerk wird auf etwa 5.000 geschätzt.

In seiner Gesamtheit stellte das Fleischerhandwerk weiterhin die zahlenmäßig mit Abstand größte Anbietergruppe von Fleisch und selbst produzierten Fleischerzeugnissen. 2010 standen 1.188 Stilllegungen einer Zahl von 913 Betriebsgründungen gegenüber. Von diesen waren 383 echte Neugründungen und 530 Unternehmerwechsel bei bestehenden Betrieben. Damit ist die Anzahl der selbständigen Betriebe um 275 zurückgegangen, davon mehr als vier Fünftel in der ersten Jahreshälfte. Der langfristig zu beobachtende Abschmelzungsprozess hat sich damit gegenüber dem Vorjahr geringfügig abgeschwächt.

Der Rückgang erstreckt sich regional auf fast alle Bundesländer. Im letzten Jahr war er am stärksten in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein- Westfalen.

Filialisierung leicht rückläufig - Die Filialisierung im Fleischerhandwerk entwickelte sich 2010 entgegen dem positiven langfristigen Trend im zweiten Jahr in Folge weiter leicht zurück. Im Jahresverlauf sind 1.112 neue Filialen eröffnet worden, 1.349 Filialen wurden geschlossen. Bundesweit wurden am Jahresende 10.517 fleischerhandwerkliche Filialen gezählt, das waren 237 weniger als im Vorjahr. Die Abnahme konzentriert sich mit 147 Filialen weniger überwiegend auf die erste Jahreshälfte. In den Jahren zuvor hatte die fortschreitende Filialisierung dazu beigetragen, den rückläufigen Betriebszahlentrend zumindest zum Teil zu kompensieren.

165 ehemalige Filialen sind 2010 als eigenständige Unternehmen neu gegründet worden, das sind annähernd so viele wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Ende 2010 waren 4.227 fleischerhandwerkliche Betriebe und damit mehr als jeder vierte filialisiert. Vor allem bei den Betrieben, die bereits mehrere Filialen hatten, ist eine weitere Spezialisierung auf diesen Vertriebstyp zu beobachten. Die Zahl der Betriebe mit nur einer Filiale war auch im letzten Jahr rückläufig.

Bei den fleischerhandwerklichen Großfilialisten gewinnen Franchisesysteme tendenziell an Bedeutung. Für nicht wenige Franchisenehmer ist dieses Modell das Sprungbrett in die eigenständige Existenz. Zuletzt hatten vier Unternehmen zwischen 50 und 100 Filialen und fünf Unternehmen mehr als 100 Filialen in ihrem Bestand.

Im ersten Halbjahr 2011 pendelte die Zahl der Filialen weiter zurück. Zur Jahresmitte wurden 10.372 Filialen bei fleischerhandwerklichen Unternehmen gezählt, das waren 145 weniger als noch zu Jahresbeginn. Regional betroffen waren vor allem Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

32 Fleischer-Fachgeschäfte je 100.000 Einwohner - Stellt man die Fleischer-Fachgeschäfte und deren Filialen der Bevölkerung von 81.752 Millionen Einwohnern Ende des Jahres 2010 gegenüber, dann kamen in Deutschland im Durchschnitt 32 fleischerhandwerkliche Verkaufsstellen auf je 100.000 Einwohner. Die in den neuen Bundesländern ursprünglich geringere Versorgungsdichte hat sich im Zeitablauf vor allem durch Filialisierung stetig erhöht und das Durchschnittsniveau des Westens mittlerweile überwiegend übertroffen.

15,981 Milliarden Euro Umsatz - Die Umsatzentwicklung im Fleischerhandwerk zeigte 2010 wieder einen aufwärts gerichteten Trend. Zusammen erzielten die Fleischer-Fachgeschäfte in Deutschland einen Gesamtumsatz von 15,981 Milliarden Euro einschließlich Umsatzsteuer. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies 241 Millionen Euro mehr oder einem Plus von 1,5 Prozent.

Als konsumnahes Handwerk mit Frischeprodukten des täglichen Bedarfs war die Branche von der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 weit weniger betroffen als beispielsweise exportabhängige Wirtschaftsbereiche. Auf der anderen Seite kommt dann auch der rasante Wirtschaftsaufschwung in der Jahresbilanz 2010 des Fleischerhandwerks entsprechend weniger zum Tragen. Vom Dioxin-Skandal bei Futtermitteln 2010 blieb das Fleischerhandwerk praktisch unbehelligt.

Von dem Gesamtumsatz des Fleischerhandwerks entfielen zuletzt 13,58 Milliarden Euro auf den Verkauf von Fleisch und selbstproduzierten Fleischerzeugnissen und 2,40 Milliarden Euro auf den Absatz von zugekauften Handelswaren.

Beschäftigung im Fleischerhandwerk leicht gesunken - Im Jahresdurchschnitt waren 2010 im Fleischerhandwerk 148.750 Personen einschließlich Betriebsinhabern, mithelfenden Familienangehörigen und Auszubildenden beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr wurden damit 2.550 Personen weniger gezählt, das entspricht einem Rückgang um 1,7 Prozent.

Quelle: DFV / Stand 10/2011

 

 

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