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"Der Beruf ist nicht so 'blutig' wie gedacht" PDF  | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 04:06 Uhr
Interview mit Azubis gibt guten Einblick in die Ausbildungssituation bei Fleischer und Fleischerin

Dresden (Redaktion/26.9.2011) - Das Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt" mit dem Untertitel "Natur, Landwirtschaft & Ernährung in der Primar- und Sekundarstufe", ein Print-Produkt der i.m.a - information.medien.agrar e.V., stellt in der Ausgabe 03/2011 den Beruf Fleischer / Fleischerin vor.


Anhand eines Interviews mit den Azubis Jan (19), Dennis (22) und Max (17) wird ein guter Überblick in deren Ausbildungssituation und das Fleischerhandwerk überhaupt gegeben. Das ganze Heft kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Das lesenswerte Interview steht auf Seite 25. Hier sind ein paar kurze Auszüge.

Hier geht's um die Wurst - Fleischer/in: 
Vom ganzen Schwein bis zur Wurst auf dem Teller ist es ein langer Weg. Diesen lernen Jan (19), Dennis (22) und Max (17) während ihrer Ausbildung zum Fleischer bestens kennen. Wir trafen die drei aus dem ersten Lehrjahr an ihrem Berufskolleg Ehrenfeld in Köln. Ein Fazit vorweg: Der Beruf ist nicht so „blutig“ wie gedacht, da Fleischer heute nicht mehr unbedingt selber schlachten.

Wer sich für diese Ausbildung entscheidet, veredelt Lebensmittel, stellt z.B. hochwertige Wurstwaren und küchenfertige Produkte her, und kann die Kunden mit viel Fachwissen beraten.

l.m.p: Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollte man für euren Beruf mitbringen?
J: Man muss Fleisch mögen. Manchmal herrscht ein rauer Ton im Betrieb, daher darf man nicht zimperlich sein. Teamfähig solle man auch sein.
D: Frühaufsteher sind bei unseren Arbeitszeiten von Vorteil.
M: Körperliche Fitness ist wichtig, ein halbes Schwein hochheben erfordert Kraft.

l.m.p: Ist der Beruf auch etwas für Frauen?
J: Auf jeden Fall, leider haben wir keine in der Klasse.

l.m.p: Habt ihr schon mal selber geschlachtet?
J: Nein. Wir bekommen die Ware von den Schlachthöfen geliefert.
D: Nein, ich auch nicht.
M: Ja, zusammen mit meinem Patenonkel, aber nicht im Ausbildungsbetrieb.

l.m.p: Habt ihr schon Pläne für die Zukunft?
J: Wenn sich die Möglichkeit ergibt, möchte ich den Meister machen.
D: Ich auch und mich danach eventuell selbstständig machen.
M: Ich möchte zuerst noch etwas arbeiten, dann den Meister machen und einen eigenen Laden eröffnen.

Das Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt" gibt als Fakten zum Beruf fogendes an:


Arbeitsorte: Fleischfachgeschäfte, Fleisch- und Wurstwarenindustrie, Einzelhandelsgeschäfte, Fleischgroßmärkte, Schlacht- und Fleischzerlegungsbetriebe, Gastronomie
Fachrichtungen: Schlachten, Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren, Herstellen von Gerichten, Veranstaltungsservice, Kundenberatung und Verkauf, Verpacken von Produkten
Voraussetzungen: gute Kenntnisse in Mathe, Interesse an Biologie und Chemie, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Sinn für Sauberkeit, technisches Verständnis, Fingerfertigkeit, gute körperliche Konstitution, Teamfähigkeit
Ausbildungsdauer: 3 Jahre im Betrieb und an der Berufsschule
Karriere: Fortbildungen, Fleischermeister/in, Selbstständigkeit, Techniker/in Lebensmitteltechnik mit

Hintergrund: information.medien.agrar e.V - Im Dienst der Landwirtschaft - Der information.medien.agrar e.V., soll laut Satzung, "... auf überregionaler Ebene in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen ihrer Mitglieder die Bevölkerung über die Bedeutung der Landwirtschaft für den Staat, die Wirtschaft und die Gesellschaft sowie über die Arbeits- und Lebensbedingungen der in der Landwirtschaft tätigen Menschen objektiv unterrichten". Der i.m.a e.V. wird als gemeinnütziger Verein von den Organisationen der deutschen Landwirtschaft getragen. Vorsitzender des Vereins ist der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner.

Quelle / Foto: ima-agrar
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 04:10 Uhr
 

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